Europacenter Hollestraße

Leistung
Projektentwicklung, Generalplanung
Nutzung
Büro
Ort
Essen

Galerie

Die Idee

Der tragende städtebauliche Entwurfsgedanke ist Licht und Luft, die Öffnung des Bauwerks zur Stadt und der damit verbundenen Erweiterung des Stadtraums. Diesem Gedanken folgend, ist eine rhythmische Struktur in Form eines Kamms, mit seinen Öffnungen beziehungsweise Höfen nach Süden (zur Hollestraße) hin, entwickelt worden.

Der Gebäuderiegel zur Steeler Straße weicht von der Orthogonalität der folgenden Gebäudekörper zur Hollestraße ab und folgt dem Verlauf der Steeler Straße. Die Kopfbauten gliedern den Straßenraum, öffnen ihn, verzahnen sich mit ihm und weiten ihn somit auf. Zusätzlich schaffen sie eine jeweilige Adressbildung und einen Übergang zu den vorhandenen Hochhausstrukturen.

Der Höhenverlauf des Grundstücks ist über öffentliche Treppen und Rampen zu den nach Süden orientierten, lichtdurchfluteten und begrünten Höfen mit Aufenthaltsqualität ausgeglichen. Die über zwei Etagen geöffnete Gebäudeecke Hollestraße/Steeler Straße lässt den Stadtraum in den Innenhof fließen und bildet somit eine Platzsituation im urbanen Raum. Das Bauwerk bildet mit dieser Geste und der Überhöhung das einladende Tor zur Stadt.

Der Sockel bildet ein Plateau. Die Büros erhalten eine helle Ziegel– Bandfassade. Die Ziegelbänder nehmen die Materialität „Ziegel“ und die „Farbigkeit“ der Arkadenstützen vom Haus der Technik auf. Das gewählte Material bildet somit einen klassischen, historischen Anknüpfungspunkt zur Innenstadt über das Haus der Technik bis zum Gebäude der Hauptpost. Das Erdgeschoss öffnet sich als Glasfuge zwischen Sockel und Büroetagen. 

Die Nordseite des Gebäudes steht in ständiger Interaktion mit der angrenzenden Frieda-Levy-Gesamtschule, bildet die stadträumliche Kante und öffnet sich durch Fassadeneinschnitte in verschiedenen Etagen zur Frieda-Levy-Gesamtschule. Optisch ist die Fassade attraktiv und unter dem Thema „Frieda Levy“ gestaltet worden. Es werden Portraits von Frieda Levy, die Namensgeberin der Schule ist, auf der Fassade abgebildet. Außerdem werden Stichwörter wie „Politik“, „Kunst“, „Hoffnung“, „Frieden“ und „Frieda Levy“ großflächig dargestellt. So wird der Bezug der Schule zu ihrer Namensgeberin verdeutlicht und gleichzeitig ein weiteres Denkmal in Erinnerung an sie errichtet.